Rund 150 Besucherinnen und Besucher erlebten am Samstag, den 27. September, den 5. Butzbacher Kneipp-Tag im Schlosspark.
Bei nassfreiem Wetter bot die Stadt Butzbach in Kooperation mit dem Kneippverein ein abwechslungsreiches Programm, das ganz im Zeichen der fünf Kneipp-Elemente stand: Wasser, Ernährung, Heilpflanzen, Balance und Bewegung. Durchs Programm führte das Innenstadtmanagement der Stadt Butzbach mit André Haußmann vom Team 360.
Um 14:30 Uhr begrüßten Bürgermeister Sascha Huber und Dr. Lutz Ehnert (Vorsitzender Kneippverein, Bundesvizepräsident) die Gäste offiziell. Auch Landrat Jan Weckler war anwesend und übergab zusammen mit Michael Rupsch, dem stellvertretenden Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberhessen die Wetterauer Kneipp-Bäder-3Eck-Bank an die Stadt Butzbach – ein weiteres sichtbares Zeichen der Kneipp-Gesundheitsbewegung in der Region.
Bürgermeister Sascha Huber betonte: „Mit dem mittlerweile 5. Kneipp-Tag im Schlosspark zeigen wir erneut, wie viel Lebensqualität diese Tradition auch heute noch vermitteln kann. Die bereits umgesetzten und auch die noch geplanten Maßnahmen im Rahmen von Lebendige Zentren sorgen dafür, dass Kneipp in Butzbach dauerhaft erlebbar ist. Ich lade sie gerne ein, das Kneipp-Angebot in den Stadtteilen und im Schlosspark zu entdecken.“
Dr. Lutz Ehnert: „Mit dem Kneipp 5.0-Konzept hat Butzbach in nur sieben Jahren den Weg von Null auf Hundert geschafft. Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier die fünf Elemente der Kneippschen Lehre in das Leben der Menschen integriert wurden – modern, lebendig und nachhaltig. Dieses Engagement ist beispielhaft und in Deutschland einzigartig. Kneipp ist in Butzbach angekommen.“
Jan Weckler, zur Einweihung der Kneipp-Bank in Butzbach: „Die zweite Kneipp-Bank im Wetteraukreis ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie gesundheitsfördernde Impulse in unseren Alltag Einzug halten können. Auch auf dem Hessentag in Bad Vilbel haben wir die fünf Elemente von Kneipp bereits ähnlich präsentiert wie hier in Butzbach. Insgesamt wollen wir den Wetteraukreis mit seinen 25 Kommunen als Gesundheitsregion weiter etablieren, dafür ist Dr. Lutz Ehnert ein wichtiger Impulsgeber.
Vielfältige Angebote für Körper und Seele
Den ganzen Nachmittag über, konnten Besuchende an verschiedenen Mitmach-Stationen und Vorführungen teilnehmen. Dazu gehörten: Kräuterführungen mit Barbara Skarupke, Yoga für alle mit Isabel Stapf, Güsse und Armbäder unter Anleitung von Kneippbademeister Kurt Hartig, Barfußgehen auf dem dafür angelegten Pfad im Schlosspark sowie gesunde Ernährung mit Kräuterwasser und Broten mit frischer Kräuterbutter. Auch Stefan Bach von Schuh Bach war mit an Bord und vermittelte sein Wissen zum gesunden Gehen mit Barfußschuhen.
Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die Kneipp-Philosophie aktiv zu erleben. Ein Besucher brachte es auf den Punkt, indem er mit einem Zitat von Sebastian Kneipp den Tag zusammenfasste: „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.“
Kneipp-Tradition trifft Zukunft
Der Kneipp-Tag zeigte nicht nur die Vielfalt der Kneipp-Angebote, sondern gab auch einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Schlossparks im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“. Dipl.-Ing. Dörte Knortz vom Fachgebiet Grün- und Landschaftsplanung stellte die weitere Entwicklung im Schlosspark vor. Geplant für die Umsetzung in 2026 ist der Bau einer Armbad- und Gussanlage sowie Zudem eine neue Toilettenanlage, die den Parkbesuch komfortabler machen soll.
Darüber hinaus wurde für die Veranstaltung der Barfußpfad erneuert. Dr. Heidi Braunewell und Astrid Schmitt-Dossou haben alle Pflanzenbeete auf Vordermann gebracht. Eine neue Beschilderung informiert jetzt künftig über die Kneipp-Elemente, insbesondere über die große Heilpflanzen-Hochbeet-Anlage. Der 5. Butzbacher Kneipp-Tag war nicht nur ein Fest für Körper und Geist, sondern auch ein wichtiger Impuls für die weitere Entwicklung des Schlossparks als Ort der Begegnung und Gesundheit. Mit der Initiative in Butzbach wird deutlich: Kneipp ist nicht nur Tradition, sondern Zukunft – und ein Gewinn für die gesamte Region.


