29.04.2025

Dialogveranstaltung: Austausch mit Schutzfrau vor Ort und zugwanderten Menschen

Kürzlich luden Gemeinwesenarbeit und Polizei zu einer gemeinsamen Nachbarschaftsveranstaltung zugewanderte Menschen zu einem Infonachmittag ein. Eine Zusammenarbeit von Schutzfrau, Gemeinwesenarbeit und Bürgerschaft im Quartier wird gelebt und Räume des Dialogs eröffnet.

Kirsten Schäfer (Schutzfrau vor Ort) richtete ihren Arbeitsschwerpunkt auf Prävention und möchte Schwellenängste von zugwanderten Menschen gegenüber der Polizei abbauen. So stellte sie sich und die Aufgabengebiete vor und ein reger und lebendiger Austausch kam zu Stande. Sie nahm sich viel Zeit für die Fragen und die Anliegen der zugwanderten Menschen, die offen und interessiert miteinander ins Gespräch kamen. Es wurde eine Orientierung auf die demokratische Grundordnung gegeben mit entsprechenden Rechten für alle Menschen. Dauerthemen wie rücksichtsvolles nachbarschaftliches Zusammenleben, mit Blick auf Lärmbelästigung, Ruhestörung und Beleidigungen, wurden gemeinsam mit der Gemeinwesenarbeit thematisiert. Gemeinsam konnten Grenzen ausgelotet werden, was in polizeiliche Arbeit fällt und was in einem nachbarschaftlichen Dialog geklärt werden kann, um Konflikte zu vermeiden.

Außerdem sensibilisierte die Schutzfrau für Betrugsmaschen online, am Telefon oder an der Haustür und stellte Vorgehen von Trickbetrügern dar. Sie empfahl allen, niemand Unbekannten ohne Terminankündigung oder Ausweis in die eigene Wohnung zu lassen. Von Seiten der Teilnehmenden kamen viele Fragen, anschaulich gemacht zum Thema Situationen mit Unbekannten an der Haustür. Die Teilnehmenden berichteten, dass aktuell Akquise von verschiedensten Vertretern an Haustüren durchgeführt werden und Menschen mit Sprachbarrieren hier vor Verständnishürden stehen. Es wurde empfohlen, keine Verträge zu unterschreiben, die man nicht versteht und im Umgang mit eigenen sensiblen und personenbezogenen Daten vorsichtig zu sein und auch nicht leichtfertig damit online umzugehen.

Für beide Seiten, geflüchtete Menschen und Schutzfrau, war es ein positiver Austausch und Nachmittag. Frau Schäfer ist ebenso in einer monatlichen offenen Sprechstunde im Treffpunkt Degerfeld jeden zweiten Mittwoch im Monat von 16:00-18:00 Uhr erreichbar.

Die Gemeinwesenarbeit möchte einen positiven Dialog und ein nachbarschaftliches Zusammenleben im Quartier fördern und wird finanziert aus Mitteln des Hessischen Sozialministeriums und der Stadt Butzbach.

Kürzlich luden Gemeinwesenarbeit und Polizei zu einer gemeinsamen Nachbarschaftsveranstaltung zugewanderte Menschen zu einem Infonachmittag ein. Foto: Stadt Butzbach