Im Rahmen des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen gestaltete die Nachbarschaft im Treffpunkt Degerfeld eine Sitzbank mit einem klaren Statement
Kürzlich fand der jährliche Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt. Aus diesem Grund initiierte die städtische Gemeinwesenarbeit im Degerfeld inhaltliche und kreative Zusammenkünfte für Frauen. In der letzten Novemberwoche kamen an verschiedenen Tagen Frauen im Treffpunkt Degerfeld zusammen, um gemeinsam eine Sitzbank kreativ zu gestalten: zunächst wurde sie orange angestrichen – die Signalfarbe dieses Mahntages, der international auch „orange day“ genannt wird. Ein paar Tage später gab es im Haus ein Frauenfrühstück und die Besucherinnen brachten das Statement: „Kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen!“ auf die Rückenlehne der Bank mit Farbe auf.
In den folgenden Tagen gab es durch engagierte Seniorinnen im Quartierszentrum noch malerische Vervollständigungsarbeiten. Zudem wurden QR Codes neben dem Schriftzug aufgeklebt, die zum bundesweiten Hilfetelefon (www.hilfetelefon.de, Telefon: 116 016) und der Frauenberatungsstelle „Frauen helfen Frauen Wetterau e.V.“ (www.frauenhaus-wetterau.de, Telefon: 06031-1 53 53) führen. Hier finden Frauen Wege aus der Gewalt und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Gemeinwesenarbeit kooperierte bei dieser Aktion mit der Frauenberatungsstelle aus Friedberg, die ebenfalls zur monatlichen offenen Sprechstunde im Haus war.
In den Gesprächsrunden mit einem Mitbring-Buffet zum Frühstück kamen die Frauen in intensiven Austausch und Diskussion über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig offene Begegnungsräume für Menschen sind, um sich über gesellschaftliche Zusammenhänge, Herausforderungen und das gesellschaftliche Miteinander auszutauschen und unterschiedliche Positionen auszuloten.
Für alle in der Öffentlichkeit sichtbar, wurde die im Mitmachprojekt selbst gestaltete Nachbarschaftsbank jetzt draußen in unmittelbarer Nähe zum Treffpunkt Degerfeld aufgestellt.
Die Sitzbank weist mit ihrem Statement auf einen gesellschaftlichen Missstand hin und eröffnet gleichzeitig für Betroffene Wege in Hilfesysteme über die bereit gestellten QR Codes.
Im Rahmen der Gemeinwesenarbeit wurde somit mit Frauen ein gemeinsamer Raum gestaltet aktiv zu werden, in Austausch zu kommen und kreativ auf eine gesellschaftliche Problematik im öffentlichen Raum hinzuweisen. Die Gemeinwesenarbeit wird gefördert aus Mitteln der Stadt Butzbach und des Hessischen Sozialministeriums.




