Der vierte Lesenachmittag der Lesereihe an ungewohnten Orten führte die Butzbacher Kinder diesmal in die Nachbarkommune Münzenberg auf die Burg. In der Burgruine beschäftigen sich die Kinder mit dem Leben im Mittelalter und lernten viel über das Leben von Rittern und Burgfräulein.
„Wir freuen uns, dass heute wieder so viele Kinder zu unserer Leseveranstaltung gekommen sind. Heute wollen wir uns einmal mit der Geschichte und dem Leben auf der Burg beschäftigen,“ so Dr. Annette Gümbel, Leiterin der Carola und Gerd Kaiser-Stiftung, die zusammen mit Dr. Andrea Soboth für das Demokratikum Butzbach die Kinder mit ihren Familien begrüßte.
Lese- und Literaturpädagogin Claudia Lang bereitete die Kinder wie gewohnt mit Vorlesegeschichten auf das Thema vor. Los ging es mit Geschichten aus dem Leben des Ritter Rost und dem Burgfräulein Bö, einem bekannten und beliebten Kinderbuch. Danach ging es weiter mit einer Kinderführung durch die Burganlage. Insbesondere die Küche und der Palas (der Wohnbereich der Burganlage) wurden besichtigt, die den Kindern greifbare Einblicke in das Alltagshandeln einer früheren Epoche boten und zugleich Neugierde für Geschichte weckten. Diskutiert wurde auch, woher der Name der Burg stammt. Namensgebend ist nämlich nicht die Münze, sondern die Minze, die dort zu früherer Zeit in großem Maße wuchs.
Bei der Abschlussgeschichte stellte Claudia Lang den Kindern das Buch über das Leben von Ritter Trenk vor, in der beschrieben wird wie aus einem Bauernjungen ein Ritter wird.
Die Veranstalter stellen in ihrer Lesereihe immer wieder fest, wie wichtig Leseangebote für Kinder sind. Lesekompetenz gilt als Fundament der Demokratieförderung, denn eine solide Lesekompetenz ist wesentlich dafür, Informationen kritisch zu erfassen, Argumentationen zu verstehen und sich aktiv an gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen. Die Basis für gutes Lesen ist dabei schon bei den Kleinsten zu schaffen.
Kaiser-Stiftung und Demokratikum möchten mit ihrer Veranstaltung daher früh für das Lesen und Vorlesen werben und die Liebe zum Buch wecken. „Denn nur wer Lesen kann, kann sich seine eigene Meinung bilden.“


