22.10.2026

Wenn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinandertreffen – Studentische Kunstwerke im Museum hinterlassen großen Eindruck

Eine Ausstellung der besonderen Art wurde kürzlich im Museum der Stadt Butzbach feierlich eröffnet.

Unter dem Titel „Was gewesen sein wird“ hat das Museumsteam gemeinsam mit Studierenden des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen eine Interventionsausstellung auf die Beine gestellt: Künstlerische Arbeiten der Studierenden sind in allen Ausstellungsbereichen platziert und treten mit historischen Objekten der Dauerausstellung in einen Dialog. Die studentischen Werke sind erdachte Spuren einer möglichen Zukunft, die von Archäologen aus einer noch ferneren Zukunft gefunden und interpretiert werden.

Von einem spannenden Gedankenexperiment sprach daher Bürgermeister Sascha Huber bei der Ausstellungseröffnung. Vertrautes könne neu betrachtet und Geschichte(n) aus ungewohnten Perspektiven erzählt werden. Auch Museumsleiterin Elisabeth Harder war begeistert über das außergewöhnliche Setting. Artefakte aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stünden neben möglichen Objekten aus dem 22. Jahrhundert und würden im Hier und Jetzt die Frage aufwerfen: Was bleibt von uns übrig – gewollt, ungewollt oder zufällig? Wie und von wem werden diese Spuren gedeutet? Zur Herangehensweise der Studierenden wusste Tobias Becker, Oberstudienrat im Hochschuldienst am Gießener Institut für Kunstpädagogik, zu berichten. Im vergangenen Sommersemester leitete er ein Seminar mit Studierenden und nahm Kontakt zum Museumsteam auf. Daraus entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit. Den zahlreich erschienenen Gästen stellte er die einzelnen Werke kurz vor und lud anschließend zur Erkundung der Ausstellungsräume ein. Und so machten sich die Besuchenden im gesamten Haus auf die Suche nach den 15 Arbeiten, darunter Zeichnungen, Gemälde, Fotografien, Plastiken, Videos und mittels QR-Codes abrufbare digitale Vertiefungstexte. Neben der großen künstlerischen Bandbreite und einer ansprechenden Ausstellungsbroschüre wurde auch die Einbettung in die Museumssammlung als besonders gelungen hervorgehoben. Gerade der experimentelle Charakter rege zum Nachdenken an und ermögliche neue, überraschende Sichtweisen. Die Studierenden freuten sich sehr über die durchweg positive Resonanz und bedankten sich für die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Butzbach der Öffentlichkeit zeigen zu können.

Die Sonderausstellung „Was gewesen sein wird – Artefakte einer möglichen Zukunft“ kann bis 15.11.2026 zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden.

Am Mittwoch, dem 04.11.2026, 17:00 Uhr, führt Oberstudienrat Tobias Becker durch die Sonderausstellung. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich. Die Führung ist im regulären Eintrittspreis enthalten.

V. l. n. r. Bürgermeister Sascha Huber, Oberstudienrat im Hochschuldienst Tobias Becker und
Museumsleiterin Elisabeth Harder freuen sich über die gelungene Kooperation. Foto: Stadt Butzbach

Ein Teil der studentischen Künstlerinnen und Künstler mit ihrem Dozenten Tobias Becker
bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Stadt Butzbach