Im Anschluss an die Gedenkfeier zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938 laden das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Menschenwürde, die Stiftung Kultur und politisches Bewusstsein und das Museum der Stadt Butzbach zu einem Vortrag von Katrin Himmler ein.
Die Veranstaltung findet am Montag, dem 09. November 2026, ab 19:00 Uhr im Museum der Stadt Butzbach, Färbgasse 16, statt.
Die 1967 in Dinslaken geborene Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte Heinrich Himmlers berichtete bereits im März 2026 im Museum über die „Neue Rechte“ und deren Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus.
Am 9. November beleuchtet sie ihre Familiengeschichte näher und geht der Frage nach, warum der Nationalsozialismus und seine „Herrenmenschen“-Ideologie so attraktiv waren für ihre eigenen Großeltern und für so viele Deutsche. Sie berichtet darüber, wie man in der Himmler-Familie, aber auch in anderen deutschen Familien nach 1945 mit der (Mit-)Verantwortung für die NS-Verbrechen umging. Inwiefern wurde diese Verantwortung verschwiegen, verharmlost und teils noch bis heute geleugnet? Welche Auswirkungen hatte dieses Verdrängen auf die nachkommenden Generationen? Und was hat der zunehmende Rechtsruck in der Gesellschaft heute womöglich mit alldem zu tun?
Katrin Himmler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit familiären Überlieferungen über die NS-Zeit. Sie versteht deren kritische Hinterfragung als eine wichtige Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch mit heutigem Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Die Forschungsergebnisse zu ihrer Familiengeschichte hat sie in ihrem Buch „Die Brüder Himmler“ veröffentlicht. Das Buch kann direkt nach der Veranstaltung an einem Büchertisch der Buchhandlung Bindernagel erworben werden.
Einlass ab 18:45 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei.

